Verantwortung für ein Lebewesen

Ein eigenes Pferd zu besitzen bedeutet Verantwortung und beansprucht sehr viel Zeit. Des Weiteren kommt natürlich noch der finanzielle Aspekt hinzu!
Über diese 3 Punkte muss man sich vor dem Kauf eines Pferdes Gedanken machen und sich sicher sein, dass man diesen jederzeit gerecht werden kann.
Hat man damit Schwierigkeiten, so gibt es ja zum Glück noch andere Möglichkeiten zu reiten. Zum Beispiel als Reitbeteiligung oder auf Schulpferden!

Verantwortung für Zeit und Geld:

Die Verantwortung, die du für dein Pferd hast, bezieht sich auf das Wohlbefinden und eine artgerechte Haltung. Da Pferde sehr viel Bewegung brauchen und mindestens einmal am Tag beschäftigt werden sollten, beanspruchen sie sehr viel deiner Zeit. Und das, über einen langen Zeitraum! Doch nicht nur das Bewegen deines Pferdes, sondern auch das Versorgen und Pflegen, von allem Rund ums Pferd gehört zum Zeitaufwand dazu. Natürlich kannst du deinen Trainingsplan mit deinem Pferd, immer an deinen Zeitplan anpassen. Aber dein Pferd darf niemals unter dem Stress leiden, weil du eigentlich keine Zeit hast. Dies merkt dein Pferd und stresst es ebenfalls, was sehr ungesund ist. In Krankheitsfällen kann es auch mal vorkommen, dass du alle deine Pläne ändern musst, da du bei deinem Pferd im Stall bleiben musst. Und beim Thema Krankheit kommt auch schon das Geld ins Spiel. Ein Pferd ist sehr teuer! Auch wenn du dir jeden Monat die Fixkosten wie Stall, Futter und Ausrüstung leisten kannst, weist du nie, was die Zukunft mit sich bringt. Tierarztkosten können einem schnell den Atem rauben und sind völlig unvorhersehbar! Auf solche Situationen muss man stets vorbereitet sein!

 

Alternativen zum eigenen Pferd: 

Natürlich klingt ein eigenes Pferd immer sehr verlockend. Welcher Reiter träumt nicht von seinem eigenen Liebling, bei dem man alles selbst bestimmen kann, vom Name bis zur Ausrüstung. Doch blickt man hinter die wunderbare Traumvorstellung, so merken die meisten Pferdebegeisterten schnell, dass es zeitlich und/oder finanziell einfach nicht reicht. Man muss der Verantwortung gerecht werden, damit es einem Pferd gut geht! Um den finanziellen und zeitlichen Teil zu minimieren, eignet sich eine Reitbeteiligung! Und um sich völlig aus der Verantwortung zu nehmen, kann man in einem Reitstall auf Schulpferden Reitunterricht nehmen.

Reitbeteiligung:

Eine Reitbeteiligung ist schon fast wie ein eigenes Pferd, nur dass es einem nicht gehört und somit die Verantwortung heruntergestuft werden kann! Wie der Name schon sagt, beteiligt man sich nur am Pferd, man unterstützt sozusagen den Besitzer. Diese Alternative zum eigenen Pferd ist sehr individuell und wird immer persönlich zwischen Besitzer und Reitbeteiligung besprochen. Ob einmal oder mehrmals die Woche, nur Reiten oder auch Stallpflege, es ist alles möglich. Des Weiteren möchten die meisten Besitzer einen monatlichen Geldbetrag, sodass sich die Reitbeteiligung also auch am finanziellen beteiligt. Es gibt aber auch viele Pferdebesitzer, meist Selbstversorger, bei denen man mit der Hilfe beim Stall ausmisten oder dem Füttern, den Geldbetrag vermeiden kann.
Als Reitbeteiligung hat man also weniger Verantwortung was das finanzielle angeht und man muss nicht jeden Tag in den Stall fahren. Dennoch hat man an den Tagen die Verantwortung für das Pferd, an denen man bei ihm ist und muss es versorgen und pflegen. Zuverlässigkeit spielt hier eine große Rolle!

Als Reitbeteiligung sollte man schon Erfahrung im Umgang mit Pferden haben und sicher alleine im Sattel sitzen können. Als Pferdebesitzer muss man sein Pferd der Reitbeteiligung vollstens anvertrauen und das macht man nicht gerne, wenn man merkt, dass diese unsicher ist. Natürlich ist dies auch wieder individuell und kann an jedes Pferd und seinen Besitzer angepasst werden.

Für Reitanfänger bietet sich eine Pflegebeteiligung an. Hier handelt es sich rein um das Pflegen eines Pferdes, also Putzen, spazieren gehen, Versorgen, Bodenarbeit. So lernt man den selbstständigen Umgang mit dem Pferd kennen und kann nach einiger Zeit vielleicht sogar mit dem selbstständigen Reiten beginnen. Um das Reiten zu lernen, eignen sich Schulpferde.

 

Schulpferde:

In den meisten Reitbetrieben kann man auf Schulpferden Reitunterricht nehmen oder im Gelände reiten. Diese Pferde gehören dem Reitstall und stehen allen Reitschülern zur Verfügung. Hier hat man als Reiter keine Verantwortung mehr. Außer die, dass es dem Pferd gut geht, solange man sich mit ihm beschäftigt. Meistens kommt man als Reitschüler 30 min vor Unterrichtsbeginn in den Stall und bereitet sein Schulpferd für die Stunde vor. Putzen, Satteln und Trensen sind hier das Standardprogramm! Nach der Reitstunde nimmt man die Ausrüstung wieder ab und braucht sich bis zur nächsten Stunde keine Gedanken um das Pferd machen.

Als Reiter von Schulpferden hat man den Vorteil, dass man meist viele unterschiedliche Pferde reitet. Dadurch lernt man mit den unterschiedlichen Charakteren, Bewegungen oder Reaktionen der Pferde umzugehen und wird als Reiter individueller. Auch ist jede Reitstunde abwechslungsreich, da man jedes Mal erneut auf die Probleme eines anderen Pferdes eingehen und diese bewältigen muss.

 

Fazit:

Ob du ein eigenes Pferd besitzt, eine Reitbeteiligung bist oder auf Schulpferden reitest, hängt also immer von deiner persönlichen Situation ab. Bist du bereit Verantwortung zu tragen und hast alle Mittel, die dafür notwendig sind oder möchtest du dir lieber keine Gedanken rund um ein Pferd machen müssen? Du entscheidest, was für dich am besten passt und kannst es umsetzen!

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