Reitturnier: Wie läuft es ab?

Wenn du noch nie auf einem Reitturnier warst oder noch nie daran teilgenommen hast, fragst du dich sicherlich, wie so ein Reitturnier eigentlich abläuft. Bevor die eigentliche Prüfung anfängt gibt es nämlich noch ein paar Dinge zu beachten, damit dem Erfolg nichts mehr im Wege steht.

Vorbereitung

Die aktive Turniervorbereitung fängt schon einige Wochen vor dem Turnier selbst an. Du solltest regelmäßig mit deinem Pferd trainieren und die Prüfungsaufgaben üben.
Dein Pferd solltest du am Vortag eines Turniers nur am lockeren Zügel reiten, um es zu entspannen und nicht auszupowern.
Weitere Informationen über die Turniervorbereitung findest du in diesem Artikel:
Die aktive Turniervorbereitung

 

Vor dem Start

Wenn du gut vorbereitet am großen Tag mit deinem Pferd am Turnierplatz angekommen bist, gibt es vorher noch einiges zu tun. Kümmer dich zuerst um das Wohlbefinden deines Pferdes. Nach dem Transport, der für das Pferd eine immense Stresssituation darstellt, ist es zudem noch an einem anderen, neuen Ort. Du kannst unter Umständen am Turnierplatz eine Trense zum Führen benutzen, damit du dein Pferd besser unter Kontrolle hast. Führe es ruhig 30 Minuten umher um die neue Umgebung zu erkunden und ihm den Stress zu nehmen. In der Regel ist eine Stunde vor dem Turnier Meldeschluss. Bis dahin musst du persönlich erscheinen und bekannt geben, dass du vor Ort und bereit zum Start bist. Wann genau Meldeschluss ist, kannst du der Regelung der Ausschreibung entnehmen.

 

Das Reitturnier startet

Am Anfang jeden Turnieres wird meist vom Veranstalter eine kurze Rede gehalten und die Teilnehmer begrüßt. Darauf wird der erste Reiter an den Start gerufen. Wichtig: Achte darauf, welche Startnummer du hast und verpasse nicht deinen Aufruf. Auf den meisten LPO Turnieren wird nämlich ein Reiter, der 60 Sekunden nach Aufruf nicht am Start steht automatisch disqualifiziert. Beim Reiten beurteilen die Richter deine Leistung. Dabei wird entweder beobachtend oder beurteilend gerichtet.

Beobachtendes Richten: Beim beobachtenden Richten werden messbare Dinge wie z.B. die Zeit oder Fehler an Hindernissen möglichst objektiv notiert. Die Summe aller Faktoren bildet dann schließlich die Gesamtnote für den Reiter.

Beurteilendes Richten: Beim beurteilenden Richten wird dahingegen subjektiv vom Richter beurteilt, wie der Reiter die Übungen vorführt. Vor allem Dressurturniere werden oft beurteilend gerichtet.

Der Teilnehmer erhält dann von den Richtern eine Wertung von 0 bis 10. Dabei ist 0 die schlechteste Wertung und 10 steht für ausgezeichnete Durchführung.

Springreiter

Dein großer Moment

Du bist an der Reihe. Du wirst aufgerufen. Das ist dein Moment!

Du magst nun etwas aufgeregt oder nervös sein, aber vergesse niemals: Du bist hier um Spaß zu haben. Es mag ein altes und viel benutztes Sprichwort sein, aber du tust weder dir noch deinem Pferd einen gefallen, wenn du um Biegen und Brechen versuchst das Turnier zu gewinnen. Versteht das nicht falsch, jeder hat unterschiedliche Ziele und für dich mag das Ziel sein den ersten Platz zu holen, dabei solltest du aber dennoch Spaß haben. Was bringt einem eine Schleife oder Urkunde,  wenn man sich nicht gerne an den Tag zurückerinnert. Auch dem Pferd kommt es zugute, wenn ihr Spaß habt und du ihm nicht höhere Leistungen abverlangst, als es realistisch schafft.

 

Die Siegerehrung

Nachdem alle Teilnehmer geprüft wurden und alle gespannt warten, werden die Sieger des Turniers bekanntgegeben und dürfen aufs Treppchen steigen. Je nach Turnier und Ausschreibung bekommen die Sieger einen Schleife, Medaille, Urkunde oder sogar ein Preisgeld! Die ausgeschriebenen Preisgelder hängen dabei von der Leistungsklasse des Turnieres ab. Mit steigender Schwierigkeit des Turniers werden die Preisgelder immer höher. Wenn du dich zu den glücklichen Gewinnern zählen kannst, wirst du diesen Tag sicher nicht so schnell vergessen!

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